Villas Traumhäuser
Heutzutage kann der Begriff "Villa" schon fast als Synonym zum
Traumhaus verwendet werden. In der Tat benutzt auch die Werbung für entsprechende Immobilien heutzutage relativ
leichtfertig den Terminus "Villa" innerhalb ihrer Werbebotschaften. Dabei ist eigentlich klar definiert, was eine
Villa genau ist. Bei einer Villa handelt es sich ursprünglich um einen noblen Landsitz. Dieser setzt sich im
klassischen Sinne aus einer räumlich ausgedehnten und sehr noblen Behausung und einem umliegenden Landstück bzw.
Garten zusammen. Dabei stehen jedoch traditionell keineswegs landwirtschaftliche Ansprüche im Mittelpunkt. Vielmehr
geht es darum, einen repräsentativen Rückzugsort auf dem Lande zu haben. Insofern waren und sind Villen eher selten
der Hauptwohnsitz ihrer Besitzer. Sie dienen vielmehr als Refugium und Rückzugsort.
In solcher Funktion haben Villen schon eine sehr lange Tradition. Bereits zur Zeit der
römischen Antike ließen sich namhafte Mitglieder des Stadtadels Villen errichten. Seither sind Villen ein
Bestandteil der gehobenen Wohnkultur. Besonders im 19. Jahrhundert gab es einen regelrechten Bau-Boom, was Villen
anbelangte. Allgemeiner Wohlstand und die immer größer werdenden Städte katapultierten die Nachfrage in den Himmel.
Zu diesem Zeitpunkt entstanden auch ganze Vororte, die sich ausschließlich aus Villen zusammensetzten. Es wurden zu
jener Zeit auch planmäßig ganze Villen-Viertel konstruiert, um der horrenden Nachfrage gerecht zu
werden.
Wenn man so schaut, was heute alles leichtfertig als Villa bezeichnet wird, dann weiß man,
dass doch relativ ungenau mit dem Begriff umgegangen wird. Ein pompöses Haus mit verschnörkeltem Tor an der
Einfahrt allein macht noch keine Villa. Aber in der Werbung und auch in der Wahrnehmung vieler Menschen von heute
nimmt man es da nicht so genau.
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